Marto Wines

Ort
Flonheim, Rheinhessen
Rebsorten
Bacchus, Riesling, Dornfelder, Würzer, Scheurebe, Huxelrebe, Pinot Gris, Pinot Noir
Böden
Quarzsandstein, Mergel
Motto
Zeit, nicht Geld

Logo Marto Wines

Karte Rheinhessen

Headerbild Marto Wines

Wenn Martin Wörner aka Marto davon erzählt, wie er zum Naturwein kam, klingt das sehr dankbar: Von den perfekten Bedingungen, der tollen Gemeinschaft an der Hochschule Geisenheim – ja, auch er gehört zu der Gruppe junger Wilder, die sich auf wundersame Weise ausgerechnet in Geisenheim zusammenfanden – und sagt frei raus, er wäre „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ gewesen. Und dann kommt auch schon die Familie: Die Mutter, die ebenfalls Weinbau studiert hat, die Großeltern, die in Flonheim (Rheinhessen) den Weinbau professionell begonnen hatten, wo keiner auf Weinbau spezialisiert war, sondern für die Gegend typisch eher Mischbetriebe waren.

In den 80er Jahren wurde es schwer den deutschen Wein zu verkaufen und die zweite Generation, Martos Vater, hatte die Idee auf Obstweine umzusteigen. Produziert wurde Erdbeerwein, Kirschwein, und viele Sorten mehr. Die Weinberge blieben zwar in der Familie, verwilderten aber zusehends – Marto erinnert sich, sich als Kind dafür geschämt zu haben. Nach dem Weinbaustudium arbeitete er in einem anderen Weingut, reiste, absolvierte zahlreiche Praktika, und lernte unter anderem die Handlese kennen und schätzen. Anschließend kehrte Marto in seine Heimatregion zurück und es fühlte sich wie eine Neuentdeckung an. Die Eltern waren froh, dass der Sohn die Weinberge übernahm und er konnte vom Start weg nach seinen eigenen Vorstellungen loslegen. Ideale Bedingungen also für den Jungwinzer, der bereits von einigen Fachkundigen aufmerksam beobachtet wird. 2016 füllte Marto erstmals seine Cuvée Weiß. Er kombinierte Maischegärung und Direktpressung. Seinem Ziel, die Sandsteinregion mit seinem Wein abzubilden, wird Marto jedes Jahr aufs Neue gerecht. Er fängt eher früh mit der Ernte an, um aktuell auf die Trauben jedes Jahrgangs reagieren zu können – so entsteht die Cuvée jedes Jahr in neuer Zusammensetzung und nach neuer Methode.

Marto ist wichtig, dass Weintrinken ein leichter Genuss ist, nicht müde macht, frische Trinkfreude bringt. Und schafft das Kunststück trotzdem ein vielfältiges Geschmackserlebnis zu kreieren. Auf die Frage nach den durch den Klimawandel erschwerten Bedingungen antwortet er abgeklärt – er kenne es nicht anders, man müsse die klimatischen Bedingungen eben adaptieren. Sein Weingut baut u.a. die Sorten Bacchus und Riesling, Dornfelder, Würzer, Scheurebe, Huxelrebe, Pinot Gris und Pinot Noir auf einer Fläche von circa 3 Hektar an.

Großen Wert legt Marto auf den vom Opa übernommenen Keller, der so belassen werden soll wie er ist, Inventar, Steine, alles spielt eine Rolle für die optimale Reifung des Weins im Holzfass und ist Teil des Charakters seiner Weine. Nach und nach wurden alte Holzfässer dazu gekauft, aber die Größe des Kellers ist gleichzeitig auch die Begrenzung der Produktion. Erweitern kommt nicht in Frage.

Martin Otto Wörner

Der Jungwinzer favorisiert alte Fässer, die keinen Holzgeschmack abgeben – das kann bei neuen Fässern durchaus 3-6 Jahre dauern. Manche Winzer integrieren diese Note, für Mato ist das keine Option. Er strahlt eine auffallende Gelassenheit aus – dass gute Dinge ihre Zeit brauchen scheint Teil seiner Persönlichkeit zu sein. Langfristig überlegt er sich eine Demeter-Zertifizierung, prüft aber gerade noch für sich, was am besten zu seinen Vorstellungen vom Weinbau passt. Keine Frage, Marto ist auf dem Weg zu perfekten Weinen – sein Motto könnte dabei sein: „Ich brauch kein Geld, ich brauche Zeit“. Wobei das leicht aus dem Zusammenhang gerissen ist ;-) und wir ihn einstweilen gerne auf dem Weg zum Ziel unterstützen und seiner Naturwein-Cuvée die Aufmerksamkeit geben, die sie schon jetzt verdient hat.

Weine dieses Weinguts

Headerbild Marto Weiss Marto WEISS

Marto WEISS

Weiß

Marto Wines

2018

15,90 €
Normaler Preis
inkl. MwSt. (21,20 €pro L)
Produktbild Marto Weiss